neugierKleine Forscher am Körper - heute geht es um die "Neugier".

Schon ganz kleine Babys schauen neugierig aus dem Tragetuch und erkunden ihre Eltern und ihre Umgebung. Das Tragen ermöglicht es ihnen, Erfahrungen zu sammeln, die ihnen aus eigener Kraft gar nicht möglich wären.

Bereits 1975 zeigten Forscher der Georgia State University, dass die aufgerichtete und gut gestützte Haltung von Säuglingen zu erhöhtem Interesse und gesteigerter Aufmerksamkeit führte. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1183277

Dr. Kirkilionis schreibt in ihrem Buch "Ein Baby will getragen sein" dazu: "Angeregt, wahrscheinlich durch die Stimulierung des Gleichgewichtssinns, folgen wenige Tage alte Babys dann auch bereitwillig visuellen Angeboten und verarbeiten sie zudem besser, als es für dieses Alter zu erwarten wäre."

Nicht nur der Aktionsradius erweitert sich, auch das soziale Lernen wird durch das Tragen, die dadurch entstehende größere Nähe und den direkten Sichtkontakt zum Elternteil gefördert:

"Jedes Kind nimmt seine Umgebung in den ersten Wochen und Monaten vor allem vermittelt durch Familienmitglieder wahr. Sie gleichen seine anfängliche Unbeweglichkeit und seine noch eingeschränkte Wahrnehmungsfähigkeit aus. Es sind häufig die Eltern, die es auf visuelle und akustische Reize aufmerksam machen, Gesehenes und Gehörtes benennen und zum Berühren anbieten. Auf dem Arm einer Bezugsperson werden die kindliche Beweglichkeit und die Reichweite seiner Ärmchen vergrößert; sie lockt seine Aufmerksamkeit auf bestimmte Punkte und beginnt so, seine Umgebung vorzustrukturieren." Gabriele Haug-Schnabel und Joachim Bensel "Ein Forscher steckt in jedem Kind" https://www.familienhandbuch.de/kindliche-entwicklung/entwicklung-einzelner-fahigkeiten/ein-forscher-steckt-in-jedem-kind

Wir wünschen Euch einen neugierigen Tag voller Entdeckungen - und ein wenig Sonne!